EWE Stiftung unterwegs

„Quo vadis, Insekten?“

Die EWE Stiftung ist wieder „unterwegs“ und geht in diesem Jahr digitale Wege. Das Format zur Wissensvermittlung zeigt mit einem filmischen Beitrag, wie etwas für die Insekten und die biologische Vielfalt getan werden kann, ohne den Ertrag in der Landwirtschaft aus den Augen zu verlieren.

Die Geest-, Marsch- und Moorgebiete im Nordwesten zählen zu den produktivsten landwirtschaftlichen Gebieten, doch die Bestäubung durch Insekten auf Äckern und Wiesen nimmt immer weiter ab. Um dem Insektenschwund nicht einfach nur zuzusehen, sondern diesem mit fundiertem Wissen und Methoden entgegenzutreten, gibt es das EU-Projekt BEESPOKE. Die Mitwirkenden führen an 72 Standorten Versuche mit etwa 14 verschiedenen Kulturpflanzen durch, um die Zahl der wilden Bestäuber zu erhöhen. Dazu wollen die Beteiligten neue Methoden, insektenfreundliche Saatgutmischungen und Empfehlungen für Landwirte entwickeln.

Prof. Dr. Dirk Albach,
Bild: Universität Oldenburg

Einer der Mitwirkenden ist Dr. Dirk Albach, Professor an der Universität Oldenburg. Gemeinsam mit seinem Team forscht er zu diesem Thema  auf Versuchsfeldern in der Wesermarsch und in Friesland. „Die Bestäuberzahlen sind in der gesamten Region rückläufig. Der Austausch zwischen Landwirtschaft und Wissenschaft ist zwingend notwendig, um geeignete Veränderungen der Bewirtschaftung zu finden“, so der Biologe und Direktor des Botanischen Gartens in Oldenburg.

In einem für das Format „EWE Stiftung unterwegs“ erstellten Film erläutert Albach im Gespräch mit den Beteiligten die Hintergründe und zeigt auf, wie die gewonnenen Ergebnisse aus dem Projekt in der Praxis Anwendung finden.

„Wir freuen uns, dass wir in diesen Zeiten mit einem filmischen Beitrag ein so relevantes Thema verständlich und informativ aufbereiten konnten. Professor Dirk Albach schafft es, einen bewegten Einblick in seine Feldversuche zur industriellen Landwirtschaft und ihren Auswirkungen sowie zu alternativen Möglichkeiten der Bewirtschaftung zu geben. Am Ende ist man schlauer und hat einen ganz neuen Blick auf die vielen grünen Flächen, die wir hier vor Ort ja nun reichlich haben“, sagt Stephanie Abke, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der EWE Stiftung.

Die außerschulischen Lernstandorte mit dem Schwerpunkt Bildung für nachhaltige Entwicklung – das Umweltzentrum Hollen und das Regionale Umweltzentrum Schortens, das Freilichtmuseum am Kiekeberg und der Landpark Lauenbrück sowie das Museumsdorf Cloppenburg – haben den „EWE Stiftung unterwegs“-Film  bereits in ihr Rahmenprogramm integriert. Dieses sieht Reinhard Lanfer, Vorsitzender des EWE Stiftungsrates, als wichtiges Signal: „Dieses für die Region entwickelte Format entlang der Schnittstelle Wissenschaft, Kultur und Bildung weiter zu führen und trotz der schwierigen Corona-Zeiten in die Gesellschaft zu tragen, ist ein richtiger Schritt.“