KIBUM digital & anders

Die Oldenburger Kinderbuchmesse KIBUM steht in jeder Ausgabe unter einem anderen Motto – und geht  in diesem besonderen Jahr unter den veränderten Bedingungen ganz neue Wege. „Digital & anders“ präsentiert sich deshalb die in Deutschland größte, nicht-kommerzielle Messe dieser Art vom 7. bis 17. November 2020.

Zwar mussten die eigentlich geplanten Live-Veranstaltungen, bei denen renommierte AutorInnen, IllustratorInnen und Schauspieler diesmal die Kinder in den Kitas und Schulen besucht hätten, leider aus den bekannten Gründen abgesagt werden. Dennoch hat die 46. KIBUM mit einem nun ausschließlich digitalen Programm und virtuellen Lesungen einiges zu bieten.

1623 Neuerscheinungen der Kinder- und Jugendliteratur werden im Netz präsentiert, 1200 visuell untermalte Leseproben laden zum Schmökern ein. Lesungen gibt es trotzdem – statt live aber im Videoformat: Im Vorfeld wurden Filmbeiträge mit vielen bekannten und neuen Autorinnen und Autoren erstellt. Unter anderem lesen Andreas Steinhöfel, Kirsten Boie, Bart Moeyaert, Ulrich Hub, Nils Mohl und Kai Pannen aus ihren Büchern. Auch Mitarbeiter des Bibliotheks- und Informationssystems der Universität Oldenburg (BIS) haben sich bereit erklärt, Werke für kleine und große Zuschauer vor laufender Kamera vorzustellen. Illustratorinnen und Illustratoren laden die Kinder mit Malkursen zum Mitmachen ein. Alle Filmbeiträge sind – barrierefrei – untertitelt worden. Neben didaktischem Material zum digitalen Angebot für Lehrkräfte steht für die Kinder viel Zusatzmaterial zum Basteln und Malen zum Download bereit. Der blaue Bücher-Klecks führt beratend durch das Angebot der leicht zugänglich gestalteten Homepage und hilft bei der Auswahl nach Alter und Interesse.

An Erwachsene richtet sich das KIBUM-Online-Format „Wissenschaft in 10 Minuten“ auf dem Portal der Oldenburger Forschungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur (OlFoKi). Über insgesamt 300 Minuten Videomaterial steht hier in so genannten Vidcasts zur Verfügung: Studierende und Wissenschaftler aus Oldenburg, ganz Deutschland und Österreich liefern jeweils 10-minütige, auch für Laien verständlich aufbereitete Beiträge rund um grundlegende Fragen zur Lesebildung. Aktuelle Werke werden analysiert, für die Schule aufbereitet oder rezensiert. Das Format soll, ebenso wie Teilbereiche der Kinder-KIBUM, in dieser Form auch „nach Corona“ weitergeführt werden und damit auch zukünftig wissenschaftliche Diskurse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Das Portal soll über die Laufzeit der Messe – bis zum 17. November – zugänglich bleiben.

Ab dem 7. November geht die digitale Ausgabe der 46. Oldenburger Kinderbuchmesse online unter www.kibum.de.