Corona-Nothilfefonds nach nur drei Wochen ausgeschöpft

Die EWE Stiftung zieht gemeinsam mit Projektpartnern aus Kunst und Kultur sowie Bildung positive Bilanz bei der schnellen Unterstützung für regionale Projekte in der Corona-Krise. Seit dem Start der Aktion „Corona-Nothilfefonds“ am 8. April 2020 wurden rund 50 Anträge bewilligt. Für die Soforthilfe gab es viele positive Rückmeldungen.

„Anfang April haben wir mit dem Corona-Nothilfefonds ein Förderprogramm gestartet, mit dem Vereine und andere Organisationen ihre entstehenden Auslagen und Aufwände mit bis zu 500 Euro erstattet bekommen können“, erläutert Dr. Stephanie Abke, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der EWE Stiftung, die Aktion.

Denn die EWE Stiftung sah sich seit Ausbruch der Corona-Krise zunehmend mit den Sorgen und Nöten von kleinen Kulturschaffenden und Bildungsinitiativen im Fördergebiet zwischen Ems-Weser-Elbe, in Teilen Brandenburgs und auf Rügen konfrontiert. „Uns war sofort klar: Hier wollen wir schnell und unbürokratisch helfen“, so Marion Rövekamp, Vorstandsvorsitzende der EWE Stiftung. Vorstand und Stiftungsrat stellten darum Anfang April umgehend 25.000 Euro zur Verfügung. Gemeinnützige Vereine aus Kunst und Kultur konnten sich fortan unbürokratisch auf Beträge bis zu 500 Euro aus diesem Nothilfefonds bewerben – sei es, um liegen gebliebene Rechnungen zu begleichen oder die Miete oder Honorarkraft für einen weiteren Monat bezahlen zu können. Nun ist das Budget ausgeschöpft und die Aktion damit beendet.

Die Resonanz der gemeinnützigen Vereine und Institutionen war groß: Bis zum 28. April waren circa 60 Anfragen bei der Geschäftsstelle eingegangen. Davon hat der Vorstand gemäß den für die EWE Stiftung geltenden Regularien rund 50 Anfragen umgehend bewilligt. Die Hilfe kommt schnell –  nur wenige Arbeitstage liegen zwischen Antragstellung und Überweisung des Geldes. „Mit der schnellen Unterstützung der EWE Stiftung konnten wir laufende Zahlungsverpflichtungen des Vereins begleichen. Das wiederum versetzte uns in die glückliche Lage, trotz bereits jetzt erheblicher Einbußen Investitionen in das ‚virtuelle Vereinsleben‘ zu tätigen. Die unbürokratische Hilfe sichert somit direkt die wirtschaftliche Existenz und darüber hinaus – was mindestens so wichtig ist – indirekt die Gemeinschaft, sozusagen die soziale Existenz der Showband Rastede“, resümiert Carsten Helms, Vorstandsvorsitzender der Showband Rastede (Landkreis Ammerland). Und Gesche Gloystein vom Kulturzentrum Seefelder Mühle (Landkreis Wesermarsch) ergänzt: „Das Kulturzentrum Seefelder Mühle musste seit Mitte März auf unbestimmte Zeit seinen Betrieb einstellen. Um wenigstens einen Teil der fortlaufenden Kosten decken zu können, kam die Nothilfe der EWE Stiftung genau richtig.“ Auch Andreas Lüders, Vorstandsvorsitzender des Eggersdorfer Bauernvolkes (Landkreis Märkisch-Oderland), freut sich über die Unterstützung: „Der Staat kann nicht alles auffangen. Ich bin sehr dankbar, wenn auch Unternehmen wie EWE mitdenken und aushelfen.“

„Uns ist klar, dass unser Beitrag nicht ausreicht, um die durch Corona vielfach hervorgerufene existenzielle Bedrohung abzuwenden“, so Rövekamp weiter. „Es hilft aber, genau da die erste Not zu lindern, wo der Schuh besonders drückt und ist zudem ein starkes Signal der Solidarität. Denn die EWE Stiftung sieht sich gerade auch in schweren Zeiten in der Verantwortung für die Region – und das, obwohl die Krise auch an ihr selbst nicht spurlos vorüber gegangen ist.“

Die Stiftungsverantwortlichen mussten wegen ausgebliebener Erträge aus dem Stiftungskapital durch die Verwerfungen an den Finanzmärkten zuletzt verkünden, dass die reguläre Fördertätigkeit bis voraussichtlich Juli vorübergehend ausgesetzt werden würde. Gleichzeitig wurden in 2020 bereits 26 Projekte in Höhe von insgesamt rund 180.000 Euro zugesagt.