Ausstellung „Possessed Landscapes“

Dark Matter – Filmstill, Viktor Brim (2020)

Landschaft ist eines der ältesten und wichtigsten Motive der bildenden Kunst. In der internationalen Gruppenausstellung „Possessed Landscapes“, die vom 30. Januar bis 29. März 2020 im Edith-Russ-Haus für Medienkunst Oldenburg gezeigt wird, geht es jedoch nicht um Landschaft als Abbildung des Naturschönen: Die Ausstellung untersucht die Beziehung zwischen Menschen und dem Land unter den Gesichtspunkten der Extraktion, Ausbeutung und Kolonisierung und zeigt Landschaften, die zu Zwecken der Ausbeutung von Rohstoffen soweit verändert wurden, dass der Mensch sich wiederum an die von ihm geschaffenen Veränderungen anpassen muss.

Den Ausstellungstitel „Possessed Landscapes“ kann man mit „Landschaft im Besitz“, aber auch mit „Besessene Landschaft“ übersetzen. Er verweist sowohl auf indigene Vorstellungen, nach denen das Land von Vorfahren bewohnt wird, als auch auf deren Verdrängung durch eine industrielle Inbesitznahme von Land. Die in der Gruppenausstellung gezeigten Arbeiten von Viktor Brim (Usbekistan), Rachel O‘Reilly (Australien), Tanja Engelberts (Niederlande), Zina Saro-Wiwa (Nigeria) und Zhou Tao (China) umfassen ortsspezifische Installationen, Videos und Videoessays.

Das Edith-Russ-Haus bleibt, ebenso wie die übrigen städtischen Museen der Stadt Oldenburg, bis einschließlich 19. April geschlossen. Dazu zählen das Stadtmuseum Oldenburg, das Horst-Janssen-Museum sowie das Edith-Russ-Haus für Medienkunst. Sämtliche Veranstaltungen der Stadt Oldenburg, also auch museumspädagogische Angebote, Workshops und Exkursionen, sind bis zum 19. April ebenfalls abgesagt.

https://www.edith-russ-haus.de