Ausstellung „Jeanne Mammen. Alles zu ihrer Zeit“

Jeanne Mammen: Schachspieler, 1929-1930, Berlinische Galerie

Jeanne Mammen (1890 – 1976) zählt ohne Zweifel zu den wichtigsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit ihren Zeichnungen, Gemälden und Materialbildern interpretierte sie feingeistig und virtuos das Leben in der Berliner Gesellschaft der legendären 1920er Jahre. Ihre Motive fand sie in den Straßen, Kneipen und Cafés, in Privatzimmern oder hinter den Kulissen der Theater. Zu Unrecht war Jeanne Mammens Werk viel zu lange unbeachtet geblieben, denn sie leistete mit ihren genre- und stilübergreifenden Arbeiten einen entscheidenden Beitrag zur Fortentwicklung neuer künstlerischer Techniken und Verfahren.

Seit dem 6. Mai 2020 ist das Kunsthaus Stade wieder geöffnet und widmet der Berliner Künstlerin unter dem Titel „Alles zu ihrer Zeit“ noch bis zum 30. August 2020 eine Einzelausstellung. Zu sehen sind über 60 Werke aus der Sammlung der Jeanne Mammen-Stiftung sowie aus dem Bestand der Berlinischen Galerie, die in dieser Zusammenstellung noch nie gezeigt wurden. Neben einem Blick auf die Entwicklung im Werk Jeanne Mammens wird dabei erstmals ein Fokus auf ihre Verbundenheit zu Hafenstädten –  insbesondere zu ihrem Sehnsuchtsort Hamburg – gerichtet.


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