Die „Jungen Wilden“ von Fischerhude

Rudolf Franz Hartogh, Haus im Wald, um 1915

Das Jahr 1911 markierte in dem kleinen, beschaulichen Künstlerdorf Fischerhude an der Wümme einen Umbruch und stellte die Weichen für einen künstlerischen Aufbruch in die Moderne. Viele junge Künstler fühlten sich von dem Ort und dem dort ansässigen Otto Modersohn, der in diesem Jahr klare Stellung zu einem nationalen Kunststreit um den Ankauf eines Gemäldes von van Gogh für die Bremer Kunsthalle bezog, angezogen.

Der Kunstverein Fischerhude widmet der Künstlergruppe, später bekannt als die „Jungen Wilden von 1911“, in diesem Jahr seine große Sommerausstellung. Vom 12. Juli bis zum 8. November 2020 sind in Buthmanns Hof Werke von August Haake, Rudolf Franz Hartogh, Bernhard Hötger, Emy Röder, Wilhelm Heinrich Rohmeyer, Helmut Westhoff und Bertha Schilling zu sehen. Die Ausstellung umfasst gut 40 Werke, die der Kunstverein aus privaten und öffentlichen Sammlungen zusammengestellt hat. Einen besonderen Raum nehmen dabei die großformatigen Aktzeichnungen aus August Haakes Akademiezeit in Weimar ein.

www.kunstverein-fischerhude.de