Strukturen für gute Bildung schaffen

Das „buddY- Programm“  für Kinderrechte und soziales Lernen –   regionales Förderprojekt der EWE Stiftung – wurde erfolgreich beendet. Förderer und Schulen zogen nun Bilanz.

Mitbestimmungsrechte, ein respektvolles Miteinander und kreatives Lernen – das sind die drei Säulen des „buddY“-Programms, das die EWE Stiftung seit 2018 an elf Schulen in Hannover und Oldenburg finanziell gefördert hat. Unter dem Motto „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander Lernen.“ soll es soziale Kompetenzen in Schule fördern, deren Bedeutung gerade im Corona-Alltag wichtiger denn je sind.

Jetzt ist es offiziell beendet und die teilnehmenden Kinder und Lehrkräfte haben nach eineinhalb Jahren (digital) Bilanz gezogen.

Der Ausbruch der Corona-Pandemie schränkt den Alltag der Menschen auch heute noch ein und insbesondere die Schließungen von Kitas und Schulen zeigen deutlich: Perspektiven und Bedürfnisse von jungen Menschen konnten in dieser Zeit kaum berücksichtigt werden. Dabei zeigt der Corona-bedingte Alltag deutlich, wie wichtig ein gutes Miteinander ist für die physische und psychische Gesundheit ist.

Genau hier setzt das Sozialtraining an: Hierarchieübergreifend haben Schulleitungen, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler ihren Umgang im Schulalltag gemeinsam reflektiert und analysiert. Mobbing und die entsprechenden Strukturen und Rollen waren hier ebenso ein Thema, wie Kinderrechte und eine konstruktive Lernumgebung. „`buddY´ beeinflusst nachhaltig das Schulklima. Wir haben eine entspanntere Atmosphäre, freundlichere Menschen und einen achtsamen Umgang miteinander“, so eine Teilnehmerin.

Seit März wurde buddY schließlich digital fortgeführt und hat sich auch für den Heimunterricht als hilfreich erwiesen. „Zahlreiche Kinder und Jugendliche haben ihre neuen Erkenntnisse über ein besseres soziales Miteinander und Gestaltungsspielräume in ihrer Umgebung mit nach Hause genommen und an ihre Eltern und Geschwister weiter gegeben“, erklärt Programmleiterin Marika Südbeck. Und Schirmherrin Rita Süßmuth, Vorstandspräsidentin des Trägervereins Education Y e.V., ergänzt: „Kinderrechte sind Menschenrechte. Eine Kinderrechtsschule ist eine KindergeRechte Schule. Kinder sollten wissen, dass sie sich an der Gestaltung von Schule beteiligen und Ideen einbringen können.“

„In der Krise haben wir gelernt, schnelle, pragmatische Lösungen zu finden. Daher freut es mich sehr, dass auch das buddY-Programm digital fortgeführt werden konnte.“

(Reinhard Lanfer, Stiftungsratsvorsitzender der EWE Stiftung)

In der kommenden Gremiensitzung der EWE Stiftung wird der Vorstand die detaillierten Ergebnisse dem Stiftungsrat vorstellen: „Wir sind von den Ergebnissen sehr positiv beeindruckt. Zudem bricht die Erfahrung mit „buddY“ mit der Vorstellung, dass nur junge Menschen lernfähig seien – vielmehr haben auch die Lehrkräfte profitiert und konnten sich weiter entwickeln“, so Dr. Stephanie Abke. Über eine Fortsetzung mit weiteren Partnerschulen im Nordwesten werde voraussichtlich im Oktober entschieden.