„MINT-Lehrerin des Jahres“ ausgezeichnet

Für ihr Engagement ausgezeichnet: Schwester Christamaria von der Schönstätter Marienschule

Große Freude an der Schönstätter Marienschule: Christine Brück (44, Schwester Christamaria), Fachlehrerin für katholische Religion, Mathematik und Informatik, erhält den Klaus-von-Klitzing-Preis 2020. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung, die die EWE Stiftung in Kooperation mit der Universität  Oldenburg seit sechzehn Jahren vergibt, würdigt herausragendes Engagement in den MINT-Fächern – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Namensgeber und Physiknobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing „übergab“ den Preis erstmals in einer virtuellen Feierstunde an die Ordensschwester. Die 44-Jährige konnte sich gegen 47 Bewerberinnen und Bewerber aus ganz Deutschland durchsetzen.

„Schwester Christamaria hat die Jury sowohl durch ihre Erfolge im Bereich der Informatik an einer reinen Mädchenschule mit Realschulzweig und Gymnasium, ihre Praxiskontakte in die Wirtschaft als auch durch ihre überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft außerhalb des regulären Unterrichts überzeugt“, begründet von Klitzing die Juryentscheidung. Mit ihrer Arbeitsgemeinschaft Robotik, den „DigiDocs“, die als mobile Einsatzgruppe bei digitalen Pannen in der Schule erste Hilfe leistet, der APP „Cocuun“ für verbesserte schulische Kommunikation zusammen mit einem regionalen Softwareunternehmen, sowie ihrem übergeordneten Einsatz zur erfolgreichen Digitalisierung der Bildung trägt sie maßgeblich zur Qualifikation ihrer Schülerinnen und zur Weiterentwicklung unserer Bildungslandschaft bei.“

Marion Rövekamp, Vorstandsvorsitzende der EWE Stiftung, erklärt: „Mit dem diesjährigen Klitzing-Preis ist es gelungen, nachdrücklich auf die Bedeutung und die Chancen digitaler Bildung hinzuweisen. Den Lehrerinnen und Lehrern kommt dabei insbesondere in Anbetracht der mit der Corona-Pandemie verbunden Veränderungen eine besondere Bedeutung zu. Besonders bemerkenswert finde ich, dass Schwester Christamaria es versteht, insbesondere Mädchen, die sich gerade im MINT-Bereich oft weniger zutrauen, schon früh für Informatik und Robotik zu begeistern. Damit legt sie Grundsteine für erfolgreiche Bildungskarrieren und leistet einen bemerkenswerten Beitrag zur Geschlechter- und Bildungsgerechtigkeit. Mit zwei Dritteln des Preisgeldes in Höhe von insgesamt 15.000 Euro, das die EWE Stiftung seit 2005 jedes Jahr zur Verfügung stellt, wird außerdem ein schulisches Projekt gefördert. Damit engagiert sich die EWE Stiftung nachhaltig und zielgerichtet für den naturwissenschaftlich-technischen Unterricht und zeichnet Lehrerpersönlichkeiten aus, die nicht nur fachliche, sondern auch menschliche Vorbilder sind. Diese Komponente ist mir persönlich besonders wichtig.“

Der Jury gehören neben von Klitzing Vertreter der Universität Oldenburg, der EWE Stiftung, der IHK sowie der Schulleiter der Graf-Anton-Günther-Schule, Wolfgang Schoedel, an. Klaus von Klitzing, der die ersten Jahre seiner Schulzeit in Oldenburg verbrachte, ist unter anderem Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart und Mitglied des Internationalen Solvay Instituts. 1980 entdeckte er einen neuen Quanteneffekt und erhielt dafür 1985 den Nobelpreis für Physik. Die nach ihm benannte Von-Klitzing-Konstante beeinflusste wesentlich die moderne Halbleiterentwicklung und die Präzisionsmesstechnik. 2006 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Oldenburg.

Auf der Homepage zum Klaus-von-Klitzing-Preis stellt ein Film die diesjährige Preisträgerin vor, begleitet Schwester Christamaria in ihrem Schulalltag und lässt Schülerinnen und Vertreter des Kollegiums zu Wort kommen.

Applaus für die diesjährige, verdiente Gewinnerin des Klaus-von-Klitzing Preises (v.l.n.r.: Prof. Dr. Klaus von Klitzing, Marion Rövekamp, Schwester Christamaria und Moderatorin Sabine Schicke)