Jorinde Voigt im Horst-Janssen-Museum

Jorinde Voigt, The Shift (Song of the Earth) III (Ausschnitt), 2016,
VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Die großformatigen Arbeiten der renommierten Berliner Künstlerin Jorinde Voigt stellen unter Beweis, wie unerschöpflich das Thema Zeichnungen ist: Mit Bleistift, Tinte, Tusche, Pastell oder Ölkreide bearbeitet sie das Papier; seit einigen Jahren auch ergänzt von Blattgold, Silber, Aluminium und Kupfer. Schrift, lineare Strukturen und malerische, dreidimensional wirkende Formen werden dabei kombiniert zu einem hochästhetischen Zusammenspiel und lassen das Medium Papier zu einem ganzen Kosmos werden. In den meist mehrteiligen Arbeiten finden sich immer wieder Notationen und Diagramme, mit denen Jorinde Voigt gesellschaftliche, naturwissenschaftliche, philosophische oder auch musikalische Phänomene aufzeichnet. Auch Werke anderer Künstler, Autorinnen und Komponisten werden in die Kompositionen eingearbeitet.

Voigts Werk ist in den großen Museen der Welt, in zahlreichen Galerien sowie in bedeutsamen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten. Dazu zählen etwa das Centre Pompidou Paris, das Museum of Modern Art in New York, das Kupferstichkabinett in Berlin und die Grafische Sammlung München, um nur einige zu nennen.

Unter dem Titel „Universal Turn“ zeigt das Oldenburger Host-Janssen-Museum noch bis zum 3. November 2019 Jorinde Voigts Werkserien aus den letzten zehn Jahren sowie die aktuelle Arbeit „Immersive Integral Universal Splash I-VIII“.