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EWE Stiftung unterwegs

 

Titel 'Gibt es Geisterschiffe wirklich?', Dr. Olaf FritscheSeefahrermythen unterhaltsam entzaubert

Meerjungfrauen, fliegende Geisterschiffe oder Monsterstrudel: Maritime Legenden erklärt der Meeresbiologe und Wissenschaftsjournalist Dr. Olaf Fritsche und machte die neue Veranstaltungsreihe der EWE Stiftung zu einem vollen Erfolg.

Die EWE Stiftung hat sich auf Reisen begeben, im Gepäck den Wissenschaftsjournalisten, Autor und Wissenschaftler Dr. Olaf Fritsche. Das neue Format „EWE STIFTUNG unterwegs“ begeisterte rund 120 Besucher, die sich auf den Weg ins Schiffahrtsmuseum Brake sowie ins Wrack- und Fischereimuseum „Windstärke 10“ in Cuxhaven gemacht hatten. Dort lauschten sie den Erzählungen aus Fritsches Buch „Gibt es Geisterschiffe wirklich? Die Wahrheit hinter den Meeres-Mythen“.

„Der Autor erklärte in seinen mit zahlreichen Abbildungen und Grafiken illustrierten Vorträgen, wie die Wissenschaft heute über die Mythen der Meere denkt. So erfuhren wir Zuhörer sehr anschaulich, dass viel von dem vermeintlichen Seemannsgarn gar nicht so übertrieben ist“, berichtet Ulla Bergen, stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrats der EWE Stiftung, die beide Veranstaltungen besucht hat.

Am Beispiel von Geisterschiffen, Meeresungeheuern und Monsterwellen, erläuterte Fritsche verständlich und unterhaltsam die natur- und sozialwissenschaftlichen Hintergründe für diese Phänomene.  So zeigte er beispielsweise, dass Geisterschiffe – das berühmteste ist sicher der „Fliegende Holländer“ - das Ergebnis von Lichtbiegungen und Spiegelungen sind, die es dem menschlichen Auge für kurze Zeit ermöglichen, „um die Ecke“, d.h. über die Wölbung der Erdoberfläche hinaus zu gucken.  Dieser Effekt entsteht, genau wie eine Fata Morgana, nur unter ganz bestimmten klimatischen und physikalischen Bedingungen. Seefahrer in früheren Jahrhunderten, die zudem stets übermüdet sowie häufig krank und in Ermangelung von Trinkwasser betrunken waren, nahmen dies für bare Münze und schmückten das Gesehene zu Hause oftmals noch gründlich aus.

Völlig real sind hingegen Meeresungeheuer, allen voran die in der Tiefsee lebenden Riesenkalamare, die 16 Meter und größer werden können und im Todeskampf an der Wasseroberfläche durchaus auch mal kleinere Schiffe angreifen konnten.  Das gilt auch für Riesen- oder Monsterwellen,  die die traditionelle Wellentheorie lange geleugnet und eben als Seemannsgarn abgetan hat – bis sich die Quantenphysik dieses Phänomens annahm und dessen Existenz zweifelsfrei beweisen konnte.

„Beide Abende haben unsere Erwartungen weit übertroffen“, so Dr. Stephanie Abke, Vorstandsmitglied der EWE Stiftung. Damit haben wir zwei wesentliche Ziele erreicht: Die EWE Stiftung und ihr Wirken außerhalb Oldenburgs bekannter zu machen und ein spannendes Format entlang der Schnittstelle  zwischen Wissenschaft, Kultur und Bildung zu entwickeln.“
Im Oktober wird Dr. Olaf Fritsche dann ein drittes Mal auftreten, diesmal in der Märchenvilla in Eberswalde, das ebenfalls zum Fördergebiet der gemeinnützigen EWE Stiftung gehört.


 

Zum Autor:
Dr. Olaf Fritsche ist Biophysiker, promovierter Biologe und Wissenschaftsjournalist. Nach seinem Studium hat er mehrere Jahre als Redakteur bei "Spektrum der Wissenschaft" gearbeitet und anschließend als freier Journalist für zahlreiche Zeitungen, Zeitschriften und Online-Publikationen über die neuesten Erkenntnisse und Entwicklungen aus Natur und Technik berichtet. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Autors unter www.wissenschaftwissen.de .