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Kunst & Kultur

Unsere aktuellen Projekte im Bereich Kunst und Kultur
Ralph Goings (*1938), A1 Sauce, 1995, Öl auf Leinwand, 71,1 x 96,5 cm. Seven Bridges Foundation, Greenwich, CT, USA© Courtesy The Estate of Ralph Goings

Kunsthalle Emden

The American Dream
Amerikanischer Realismus 1945 bis 2017

Die Geschichte der amerikanischen Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg scheint schnell erzählt: Abstrakter Expressionismus, Pop Art, Minimal Art, Konzeptkunst sowie Photographie, Performance und Installationen mit neuen Medien.

Parallel zu diesen populären Strömungen hat sich jedoch auch eine realistische Kunstauffassung quer durch alle Genres entwickelt und behauptet. Die in der Ausstellung in Emden gezeigten Werke thematisieren, was genau der „American Way of Life“ für die im Land lebenden Menschen bedeutet, und zwar in all seinen Facetten. Denn das Streben nach Glück, wie es als „Pursuit of Happiness“ sogar in der amerikanischen Verfassung fest geschrieben ist, hat zahlreiche Schattenseiten, weil durch Egoismus, Gewinnstreben, Rücksichtslosigkeit, Rassismus, Umweltverschmutzung und Intoleranz dieses Versprechen für viele Menschen für immer unerreicht bleibt. Dies und zahlreiche andere Facetten der amerikanischen Geschichte seit 1945 bis hinein ins Jahr 2017 werden mit unterschiedlichen Techniken auf teilweise sehr großformatigen Arbeiten thematisiert und kritisch beleuchtet. Neben prominenten Namen wie Andy Warhol, Edward Hopper, Cindy Sherman, Diane Arbus und Roy Lichtenstein zeigt die Ausstellung auch zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, die trotz hoher künstlerischer Reputation weitgehend unbekannt geblieben sind. Das Pendant zur Ausstellung in Emden bietet das Drents Museum Assen, dass auf den amerikanischen Realismus zwischen 1945 und 1965 fokussiert, während die Kunsthalle Emden sich insbesondere der Zeit nach 1965 widmet. Beide Ausstellungen sind aber so kuratiert, dass sie für sich selbst sprechen. Die Ausstellungen sind noch bis zu 27. Mai 2018 zu sehen; es ist ein umfangreicher Katalog erschienen. www.kunsthalle-emden.de

 

Berliner Märchentage

Märchenland - Deutsches Zentrum für Märchenkultur gGmbH

Berliner Märchentage zu Gast in Brandenburg 2017

850 Veranstaltungen an 350 Orten machen die Berliner Märchentage, die in 2017 vom 9. bis 26. November stattfanden, zum größten Märchenfestival der Welt.

Märchen und Geschichten als die Wurzeln der Literatur in allen Kulturen bieten aufgrund ihrer Vielschichtigkeit und Tiefgründigkeit immer neue Interpretationsmöglichkeiten. Dies wurde im letzten Jahr unter dem Motto "Die Liebe ist eine Himmelsmacht" anhand der Darstellung von Liebe und Hass in bekannten und unbekannten Märchen, Sagen, Legenden, Mythen und Geschichten beleuchtet. 

In der Reihe "Politiker erzählen Märchen" lasen Vertreter der Landes- und Bundespolitik aus Märchen, die einen Bezug zum Beruf bzw. zum politischen Ressort des jeweiligen Gastes herstellten. Nach der Lesung hatten die Schüler die Möglichkeit, Fragen zu stellen und herauszufinden, wie Politik gemacht wird. Auf der "Märchenreise mit Prominenten" nahmen sich Schauspieler, Moderatoren, Musiker und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Zeit, Kindern Märchen vorzulesen und mit ihnen über die Moral der Geschichten zu sprechen. Im Rahmen der Reihe "Märwertstunde" lasen erfolgreiche Unternehmer und Unternehmerinnen ein Märchen und erzählten anschließend, welche Werte ihr unternehmerisches Handeln geprägt haben.

Die rund 60 Veranstaltungen im Land Brandenburg, die sich speziell an Schul- und Kitakinder richteten und vorwiegend in Schulen und Bibliotheken stattfanden, wurden von der EWE Stiftung gefördert. Die Schirmherrschaft wurde von Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke übernommen: In der Märchenvilla in Eberswalde las er vor Schülerinnen und Schülern aus dem Kinderbuch-Klassiker von Sebastian Lybeck "Latte Igel und der Wasserstein".    
RAW Copyright Michael Jungblut

Kunst & Kultur

RAW Photofestival Worpswede

Im Herbst 2016 feierte Worpswede erstmalig die Fotografie im Rahmen eines großen Photofestivals. Vier anspruchsvolle Ausstellungen mit 14 renommierten Fotografen sowie ein breites Rahmenprogramm mit Vorträgen, Filmen und Workshops rund um die zeitgenössische Fotografie waren Bestandteil dieser besonderen Veranstaltung.

Über Worpswede liegt seit jeher ein Zauber, der Künstlergenerationen in seinen Bann zieht. Mit dem Künstlerort verbinden wir Namen wie Heinrich Vogeler, Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Rainer Maria Rilke oder Clara Westhoff, um nur einige zu nennen.

Auch die Fotografie hat in der Geschichte von Worpswede immer einen festen Platz gehabt, und schon die ersten Maler wurden von Fotografen wie Hans Müller-Brauel, Carl Eeg, Rudolf Stickelmann und Georg Tappert begleitet. Geradezu folgerichtig möchte sich der international bekannte Künstlerort darum mit dem RAW Photofestival als neuer Standort für zeitgenössische Fotografie positionieren.

In vier Ausstellungen wurden verschiedene Positionen zeitgenössischer Fotografie gezeigt. Fotografinnen und Fotografen aus Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln und Weimar zeigten Bilder, die faszinieren, überraschen und zum Diskurs über das Medium Fotografie anregen. Begleitet wurde die Hauptausstellungen von der Reihe "Lokale Fotografie an lokalen Orten", in der Worpsweder Fotokünstler ihre aktuellen Arbeiten zeigten.

Begleitend zum Festival fand unter dem Titel "Ich und meine Welt" auch ein Jugend-Fotowettbewerb statt: Alle 14- bis 19-jährigen Teilnehmer waren aufgerufen, spontane Fotos aus dem Leben, Beobachtungen und Inszenierungen mit dem Smartphone aufzunehmen und einzureichen. Abgerundet wurde das RAW Photofestival von einer zweitägigen Fotomesse und einer Fotobörse in der Bötjerschen Scheune.

In 2017 findet das RAW Photofestival, wieder mit Unterstützung der EWE Stiftung, vom 17. September bis 15. Oktober unter dem Titel "Look Closely" statt. Weitere Informationen zum Festival gibt es unter www.raw-photofestival.de.