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Kunst & Kultur

Unsere aktuellen Projekte im Bereich Kunst und Kultur
Wolfgang Herrndorf, Ohne Titel, Öl auf Pressstoffplatte, 1988

Museumsverein Stade e.V.

Das unbekannte Kapitel. Wolfgang Herrndorfs Bilder

Wolfgang Herrndorf ist den meisten Menschen durch seinen Erfolgsroman „Tschick“ geläufig, der ihn bei einer breiteren Öffentlichkeit berühmt gemacht hat.

Weitgehend unbekannt ist hingegen sein bildnerisches Werk, was Herrndorf, der Ende der 1980erJahre Kunst in Nürnberg studierte, schließlich zur Satirezeitschrift „Titanic“ brachte, wo er später auch erste Texte veröffentlichte.

Seine Bilder zeichnen sich durch ihre technische Präzision aus, während sie gleichzeitig Anleihen aus der Renaissance aufweisen, was während der Zeitspanne ihres Entstehens als hochgradig unpopulär galt. Vielfach zeigen sie den Künstler - ganz in der Tradition Dürers – selbst. Aber auch zahlreiche Politiker, insbesondere auch der kürzlich verstorbene Helmut Kohl, wurden von Herrndorf in kunsthistorische Kontexte gestellt und erhielten dadurch eine ganz andere Rolle und Bedeutung. Ergänzt wird das Werk, das von einer so reichen künstlerischen Begabung zeugt, durch Buchillustrationen, Kalenderblätter und Zeichnungen mit Anleihen aus der Comicwelt.

Der bei Kettler erschienene Katalog bringt dem interessierten Leser darüber hinaus sehr viel Persönliches aus dem Leben von Wolfgang Herrndorf näher, der sich seit 2002 der bildenden Kunst abgewandt und mit großem Erfolg auf die Schriftstellerei konzentrierte. 2010 schwer erkrankt, setzte er im Jahr 2013 seinem viel zu kurzen Leben ein jähes Ende. Die EWE Stiftung fördert diese besondere Ausstellung, die bis zum 3. Oktober 2017 im Kunsthaus Stade zu sehen ist.
Gezeitenkonzerte

Ostfriesische Landschaft

Gezeitenkonzerte 2017

Vom 23. Juni bis 13. August 2017 veranstaltet die Ostfriesische Landschaft bereits im fünften Jahr die Gezeitenkonzerte. Im letzten Jahr haben über 10.000 Musikinteressierte das Festival besucht. Durch die Qualität der musikalischen Darbietungen haben es die Gezeitenkonzerte inzwischen in die „1.Liga“ der bundesweiten Festivals geschafft. Dabei wird nicht nur klassische Musik - hier insbesondere Kammermusik - präsentiert: Unter der Leitung von Prof. Matthias Kirschnereit wird vielmehr ein zwar anspruchsvolles, aber buntes Programm über Jazz und benachbarte Genres geboten, das Jung und Alt gleichermaßen anspricht und begeistert.

Eine Besonderheit ist, dass die Konzerte dezentral in ostfriesischen Dorfkirchen, beim VW-Werk in Emden und an anderen, vorwiegend kleineren Spielstätten stattfinden. Durch neue Konzertformate und weitere besondere Konzertorte, wie zum Beispiel die Kirche in Detern,  sollen in diesem Jahr weitere Gäste aus allen Alters- und Bevölkerungsschichten erreicht werden. Kooperationen mit Vereinen, Musikschulen, Firmen und Kirchengemeinden festigen und runden das Programm ab. Den Abschluss der Gezeitenkonzerte 2017 bildet zum dritten Mal in Folge das Junge Philharmonische Orchester Niedersachsen in Bunderhee mit dem Hauptwerk „Ein Heldenleben“ von Richard Strauss – Klangsturm inklusive.

Ein besonderes Augenmerk liegt bei den Gezeitenkonzerten darauf, talentierten Nachwuchsmusikern eine Chance zu geben, sich einem breiteren Publikum zu präsentieren und praktische Erfahrung auf der Bühne zu sammeln.

Ein kulturtouristisches Begleitprogramm sowie die „mitreisende“ Gastronomie runden das Angebot ab. Unter anderem durch die Förderung der EWE Stiftung konnten die Eintrittspreise auch in diesem Jahr bei gleichbleibend hohem Niveau moderat gehalten werden (zwischen 5 Euro und 40 Euro für die höchste Kategorie).

Nähere Informationen sowie die Programmübersicht zu diesem besonderen musikalischen Ereignis in Ostfriesland finden Sie im Gezeitenblog.
RAW Copyright Michael Jungblut

Kunst & Kultur

RAW Photofestival Worpswede

Im Herbst 2016 feierte Worpswede erstmalig die Fotografie im Rahmen eines großen Photofestivals. Vier anspruchsvolle Ausstellungen mit 14 renommierten Fotografen sowie ein breites Rahmenprogramm mit Vorträgen, Filmen und Workshops rund um die zeitgenössische Fotografie waren Bestandteil dieser besonderen Veranstaltung.

Über Worpswede liegt seit jeher ein Zauber, der Künstlergenerationen in seinen Bann zieht. Mit dem Künstlerort verbinden wir Namen wie Heinrich Vogeler, Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Rainer Maria Rilke oder Clara Westhoff, um nur einige zu nennen.

Auch die Fotografie hat in der Geschichte von Worpswede immer einen festen Platz gehabt, und schon die ersten Maler wurden von Fotografen wie Hans Müller-Brauel, Carl Eeg, Rudolf Stickelmann und Georg Tappert begleitet. Geradezu folgerichtig möchte sich der international bekannte Künstlerort darum mit dem RAW Photofestival als neuer Standort für zeitgenössische Fotografie positionieren.

In vier Ausstellungen wurden verschiedene Positionen zeitgenössischer Fotografie gezeigt. Fotografinnen und Fotografen aus Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln und Weimar zeigten Bilder, die faszinieren, überraschen und zum Diskurs über das Medium Fotografie anregen. Begleitet wurde die Hauptausstellungen von der Reihe "Lokale Fotografie an lokalen Orten", in der Worpsweder Fotokünstler ihre aktuellen Arbeiten zeigten.

Begleitend zum Festival fand unter dem Titel "Ich und meine Welt" auch ein Jugend-Fotowettbewerb statt: Alle 14- bis 19-jährigen Teilnehmer waren aufgerufen, spontane Fotos aus dem Leben, Beobachtungen und Inszenierungen mit dem Smartphone aufzunehmen und einzureichen. Abgerundet wurde das RAW Photofestival von einer zweitägigen Fotomesse und einer Fotobörse in der Bötjerschen Scheune.

In 2017 findet das RAW Photofestival, wieder mit Unterstützung der EWE Stiftung, vom 17. September bis 15. Oktober unter dem Titel "Look Closely" statt. Weitere Informationen zum Festival gibt es unter www.raw-photofestival.de.