Mobil kann dieser Inhalt leider nicht angeboten werden. Bitte öffnen Sie die Seite auf einem Computer.

Kunst & Kultur

Unsere aktuellen Projekte im Bereich Kunst und Kultur
Kunststätte Bossard

Kunststätte Bossard

Ausstellung "Über dem Abgrund des Nichts. Die Bossards in der Zeit des Nationalsozialismus"  

2. Dezember 2018 bis 5. Mai 2019

Noch bis zum 5. Mai zeigt die Kunststätte Bossard in Jesteburg die Ausstellung „Über dem Abgrund des Nichts“. Mit diesen Worten beschrieb der Schweizer Bildhauer Johann Bossard (1874 – 1950) seine Empfindungen zu der Situation in Deutschland im Jahr 1933. Durch sein Gesamtkunstwerk, die Kunststätte Bossard, wollte er einen Impuls zur Besserung der Verhältnisse geben. Die Ausstellung geht erstmals der Frage nach, wieweit dieses utopische Anliegen das Künstlerehepaar Bossard in die Nähe der NS-Ideologie führte.

Denn auch wenn Johann Bossard und seine Ehefrau Jutta Bossard, geb. Krull, keine Mitglieder der NSDAP waren und sich auch nicht politisch für die Organisation engagierten, so fühlten sie sich mit einigen Zielen der Nationalsozialisten doch verbunden: Dazu gehörten beispielweise die Überwindung der Klassengrenzen durch Versöhnung, die Förderung der Landwirtschaft und der Wunsch nach einer ‚Erneuerung‘ Deutschlands. Als der verbrecherische Charakter der NS-Diktatur jedoch offen zu Tage getreten war und darüber hinaus Johann Bossard erkennen musste, dass seine künstlerischen Ideale und seine Vorstellung von der Freiheit der Kunst nicht mit den Zielen der neuen Machthaber vereinbar waren, zogen die Bossards 1934 einen „dicken [Schluss-]Strich“. In der Folge versuchte das Künstler-Paar sich möglichst unauffällig zu verhalten und sich in vorsichtiger Distanz zum Regime zu bewegen, um sich die Unabhängigkeit in ihrem künstlerischen Schaffen so weit wie möglich erhalten zu können.

Die Ausstellung präsentiert Kunstwerke aus der Sammlung der Kunststätte Bossard und stellt bislang unveröffentlichte Archivalien vor.

www.kunststaette-bossard.de 

 

Das Gesamtkunstwerk Kunststätte Bossard mit dem Kunsttempel als zentralem Bestandteil wurde von Johann Bossard zwischen 1911 und 1950 in der
Lüneburger Nordheide unweit von Hamburg entworfen. Der Kunsttempel zählt neben dem
Hamburger Chilehaus zu den wichtigsten Bauten des Norddeutschen Backsteinexpressionismus und ist sowohl durch eine außergewöhnliche
Fassadengestaltung als auch durch eine umfassende künstlerische Innenausstattung geprägt.



 

Ehemaliges Truppenkino GLOBE in Oldenburg-Donnerschwee, Foto: Andreas Burmann

Gemeinnützige Kulturgenossenschaft GLOBE eG

Sanierung und Umbau des Baudenkmals "Englisches Truppen-Filmtheater GLOBE"

1955 auf dem Nardorster Kasernengelände in Oldenburg erbaut, war das GLOBE eines von zahlreichen Truppenkinos für die britischen Besatzungstruppen.  Truppenkinos sollten für die fern der Heimat stationierten Soldaten Unterhaltung in ihrer Muttersprache bieten, auch wurden dort heimische Nachrichten gezeigt und Schulungen durchgeführt.

Mit seiner schlichten Architektur und der überwiegend gut erhaltenen Originalausstattung steht es heute inmitten eines Neubaugebietes und soll unbedingt erhalten, restauriert und künftig für kulturelle Veranstaltungen im Quartier genutzt werden. Eine im April 2017 gegründete Genossenschaft konnte die die für den Kauf erforderlichen Mittel einwerben und hat am 25. Juni 2018 den Kaufvertrag unterzeichnet. Auch die EWE Stiftung gehört neben anderen zu den Förderern des Projekts – entsteht hier doch auf ehrenamtlicher Basis ein lebendiges kulturelles Zentrum, das für die Statdtteilentwicklung, aber auch als ein zu erhaltendes Baudenkmal eine hohe Bedeutung hat. Ein echter Leuchtturm mitten in Oldenburg!

Alle Informationen zum Projekt unter www.globe-oldenburg.de .

Kati Barath "Heike", Foto: Jens Weyers

Worpsweder Museumsverbund e.V.

"Kaleidoskop Worpswede"

Kunstwerke Landschaft Lebensort

24. Juni bis 4. November 2018


Die vier Worpsweder Museen nähern sich im Sommer und Herbst 2018 dem Künstlerdorf mit einem Blick von außen: Sie haben 2017 den Ausstellungsmacher Jörg van den Berg aus München eingeladen, den »Mythos Worpswede« einer Revision zu unterziehen. Seine Wahrnehmungen hat er zu einer Ausstellung verdichtet, die die Worpsweder Kunst in neue Dialoge mit aktuellen Positionen internationaler Kunst setzt.

Wie in einem Kaleidoskop wechseln die Perspektiven und wenden sich immer wieder vom Gestern und Heute zu einem möglichen Morgen. Die Besucher sind eingeladen, [anders] zu schauen.

Kaleidoskop Worpswede ist mehr als nur eine Ausstellung. Das Projekt ist nachhaltig angelegt und wirft Fragen auf, die über die Museen hinaus und in den Ort Worpswede hineinwirken.
In den vier Museen und durch einzelne Setzungen im Außenraum stellt »Kaleidoskop« auch die Frage, inwieweit Worpswede als ein Modell für ein verändertes Verhältnis zwischen Kunst und Leben gesehen werden kann.

Realisiert wird das Projekt in Zusammenarbeit mit zahlreichen Gastkünstlern und Akademieklassen sowie in Kooperation mit den Künstlerhäusern Worpswede, der Gemeinde Worpswede und weiteren Partnern vor Ort.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, und wird von der EWE Stiftung gefördert.