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Bahnsteig in Oldenburg, um 1950, Quelle: Stadtmuseum Oldenburg
"Höchste Eisenbahn! 150 Jahre Zugverkehr in Oldenburg"
Gleich zwei Ausstellungen und ein über 300 Seiten starker Katalog widmen sich dem 150jährigen Jubiläum der „Großherzoglich-Oldenburgischen Eisenbahn", das die Geschichte der Reichs- und Bundesbahn selbstverständlich mit einschließt: Das Museumsdorf Cloppenburg zeigt bis zum 5. November 2017 die vielschichtige Bedeutung des Schienenverkehrs für den ländlichen Raum, das Stadtmuseum Oldenburg fokussiert sich bis zum 3. September 2017 auf die Bahn im urbanen Raum.

Die Bedeutung der Eisenbahn für Stadt und Land ist für die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklung gar nicht zu unterschätzen – handelte es sich doch bei ihrer Einführung um eine „Metamorphose der Welt" (Ulrich Beck), die bis dahin geltende Werte und Vorstellungen ganz grundsätzlich veränderten. Zu nennen sind hier zum Beispiel die ökonomischen Auswirkungen durch den deutlich ausgeweiteten Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und industriellen Gütern, zahlreiche bauliche Einschnitte durch Schienen, Stellwerke, Bahnhöfe und Brücken sowie den zunehmenden Transport von Menschen – sei es zu Arbeits- und zunehmend auch Freizeitzwecken oder auch zugunsten militärischer Ziele im Ersten und Zweiten Weltkrieg.


Beide Ausstellungen können sich diesem komplexen Thema nur exemplarisch annähern. Gleichzeitig zeigen sie anschaulich in Text, Bild und anhand ausgesuchter Exponate den tiefgreifenden Wandel, den die Eisenbahn in und um Oldenburg herbeigeführt und beschleunigt hat, lebendig flankiert von regional- und sozialgeschichtlichen Erlebnis- und Erinnerungsberichten von Zeitzeugen über das Fortfahren und Zurückbleiben.

 

 

 

 

Dr. Florian Schaller
Klitzing-Preisträger zu Nobelpreisträgertagung eingeladen
Der Träger des Klaus-von-Klitzing-Preises 2016, Dr. Florian Schaller, wurde jetzt aus einer Vielzahl von Nominierungen vom Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger ausgewählt und nach Lindau eingeladen.

 

In jedem Jahr findet hier im Rahmen der Nobelpreisträgertagung das Programm „Teaching Spirit" statt, an dem ein auserwählter Kreis überdurchschnittlich engagierter Lehrerpersönlichkeiten naturwissenschaftlich-technischer Fächer teilnehmen darf. Renommierte Stiftungen und Ministerien schlagen dafür geeignete Pädagogen vor, von denen schließlich 21 aus dem gesamten Bundesgebiet nach Lindau eingeladen werden.

 

Dr. Florian Schaller, Lehrer für Chemie an der Schiller-Schule in Bochum, wurde von der EWE Stiftung nominiert und darf im Juni zur 67. Nobelpreisträgertagung an den Bodensee reisen. Die Jury für den Klaus-von-Klitzing-Preis, die EWE Stiftung und die Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg sehen dies als besondere Anerkennung für die Qualität der Auszeichnung und freuen sich erneut mit Herrn Dr. Schaller.

 

 

 

 

Gewaltfrei Lernen an der Grundschule Nadorst
Gewaltfrei Lernen

EWE Stiftung fördert Anti-Konflikt-Training an Grundschulen

 

Wir beugen vor! Körperliche Schikanen, Wutausbrüche oder Beleidigungen sind auch in Grundschulen keine Seltenheit. Eine positive Lernatmosphäre wird gestört und konzentriertes Lernen ist kaum möglich. Der Verein Gewaltfrei Lernen e.V. macht sich dafür stark, Schülerinnen und Schülern im Rahmen eines Anti-Konflikt-Trainings Hilfsmittel an die Hand zu geben, um sich gegen verbale und körperliche Gewalt zu schützen. Dazu gehören Tipps für den sozialen Umgang miteinander genauso wie der Blick auf eine gute Lernatmosphäre in den Klassen oder konfliktfreie Pausen.

 

Die EWE Stiftung fördert das Training, zunächst an drei Grundschulen im Fördergebiet. Den Auftakt machte die Oldenburger Grundschule Nadorst ab dem 22. März 2017, wo eine professionell geschulte Trainerin das Training in 6 Unterrichtsstunden in einer Klassenstufe anbietet. Es folgen zeitnah weitere Grundschulen in Aurich (Grundschule Sandhorst) und in Steinfeld / Damme (St. Johannes-Schule). Bei zwei weiteren Schulen gibt es vorbereitende Gespräche für das zweite Halbjahr.

 

Durch die Kooperation mit dem Verein Gewaltfrei Lernen e.V. wird den Schulen die Möglichkeit gegeben, das schuleigene Sozialkonzept zu erweitern und so nicht nur das Sozialverhalten, sondern auch die Bildungschancen signifikant zu verbessern. Ein Team von Sonderpädagogen und Diplom-Sportwissenschaftlern arbeitet mit den Schülerinnen und Schülern. Neben dem bewegungsreichen Unterricht ist die Grundvoraussetzung für eine Förderung, dass die Schule zwei Fortbildungen für ihre Mitarbeiter und einen Elternpraxisabend organisiert. „Nur so können wir eine nachhaltige Wirkung erreichen", so Sibylle Wanders, Gründerin des Vereins, der bundesweit arbeitet.

 

„Wir haben verschiedene Konzepte und Erfahrungsberichte verglichen", berichtet Stephanie Abke, Leiterin der EWE Stiftung. „Dieses Training bietet ein praxiserprobtes modulares System an, das sich an Kinder, Eltern und Lehrer richtet – es gibt also viele Multiplikatoren, die von unserem Engagement profitieren. Darüber hinaus hat uns überzeugt, dass die Schulen durch den erforderlichen Eigenanteil an der Finanzierung sehr motiviert sind."

 

Weitere Informationen zum Anti-Konflikt-Training finden Sie unter www.gewaltfreilernen.de.

 

 

 

 

Kaiserliche Post Oldenburg
Stiftungshaus Oldenburg e.V.: Information, Vernetzung, Austausch
Mit dem Stiftungshaus Oldenburg e.V. wurde für alle Stiftungen sowie Stiftungsinteressierte eine gemeinsame Plattform speziell für die Stadt Oldenburg und die Region Weser-Ems geschaffen. Schließlich weist die Stadt die bundesweit viertgrößte Stiftungsdichte auf und besticht darüber hinaus durch überdurchschnittliches bürgerschaftliches Engagement.

 

Im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte hat sich der Stiftungssektor nicht nur rasant entwickelt, sondern auch verändert: Stiftungen haben sich zunehmend zu Ideen- und Projektschmieden entwickelt, die das Gemeinwesen nicht nur mit Geld, sondern zusätzlich mit Fachkompetenz aktiv mitgestalten. Entsprechend sind sie stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Zudem gewinnen Kooperationen von Stiftungen untereinander immer mehr an Bedeutung. Gleichzeitig stellen das anhaltende Niedrigzinsumfeld, der demografische Wandel und die Suche nach förderwürdigen Projekten sowie aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen Stiftungen vor neue Herausforderungen.

 

Das Stiftungshaus Oldenburg e.V. möchte deshalb als neutrales Forum für seine Mitglieder umfassende, aktuelle und nachhaltige Angebote rund um das Thema „Stiftungen" bieten und die stärkere Vernetzung sowie den Austausch von Stiftungs- und Projektverantwortlichen untereinander fördern. Gleichzeitig schafft es einen Rahmen für Veranstaltungen und Erfahrungsaustausch. Perspektivisch ist ein Portal für Förderprojekte geplant.

 

Das Stiftungshaus Oldenburg e.V. führt hingegen keine Rechtsberatung durch und initiiert keine eigenen Projekte. Mitglied werden können Stiftungen, Vereine und natürliche Personen.

 

Mehr Informationen unter www.stiftungshaus-oldenburg.de .

 

 

 

 


Buchtipps


Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.):

Vereine und Steuern
Arbeitshilfe für Vereinsvorstände und Mitglieder, 7. Ausgabe

ISBN 978-3-7193-1429-3


"Vereine und Steuern" bietet auf fast 200 Seiten umfassende Informationen zum komplexen steuerlichen Umfeld für Vereine und erläutert eine Vielzahl von Regelungen, die für die geordnete Geschäftsführung eines Vereins von Bedeutung sind. Thematisiert werden unter anderem die Bereiche „Gemeinnützigkeit", „Spenden" und „Körperschaftssteuer".

Auf den Seiten des Finanzministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen steht die Broschüre zum Download bereit oder kann für den Preis von 9,90 Euro bestellt werden.

Finanzministerium des Landes NRW, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 40190 Düsseldorf

http://www.fm.nrw.de/

 



 

Elisa Bortoluzzi Dubach: Stiftungen. Der Leitfaden für Gesuchsteller.
Frauenfeld: Huber 2007
ISBN 978-3-7193-1429-3

Die Autorin beschreibt in zwölf Kapiteln anschaulich, was Stiftungen sind, wie sie arbeiten und was man als Antragsteller beachten sollte, um eine Stiftung erfolgreich und nachhaltig als Förderer oder Projektpartner zu gewinnen.

So werden in einem einführenden Kapitel zunächst die Besonderheiten einer Förderung durch Stiftungen erläutert, bevor dem Leser im Folgenden konkrete Hilfsinstrumente für die Antragstellung vorgestellt werden. Ein Überblick über die Stiftungslandschaft in Deutschland, der Schweiz und Österreich wird ergänzt durch einen Einblick in die Arbeits- und Denkweise der Organe von Förderstiftungen.

Dr. Dr. Elisa Bortoluzzi Dubach arbeitet seit Jahren als erfolgreiche Sponsoring- und Kommunikationsberaterin sowohl mit Projektträgern als auch mit Stiftungen zusammen. Der besondere Gewinn dieses Buches ist somit auch, dass beide Perspektiven - die der Geldsuchenden und jene der Geldgebenden - beleuchtet werden. Zahlreiche Checklisten und Fallbeispiele veranschaulichen die Thematik und ermöglichen dem Leser eine unmittelbare Umsetzung des theoretischen Fachwissens in die Praxis der eigenen Arbeit.